Oslo Anschlag: Killerspiele als Training für Massaker?

Screen: Activision (Modern Warfare 2 )
Nach dem Terror-Anschlag, den der Norweger Anders Behring Breivik am 22. Juli 2011 in Oslo und auf der nahegelegenen Insel Utøya durchgeführt hat, dürfte es wieder zu Diskussionen um sogenannte „Killerspiele“ kommen. Denn offenbar hat der Attentäter, der mehr als 90 Menschen ermordet hat, sich auch intensiv mit Videospielen der einschlägigen Sorte beschäftigt.
Wie mittlerweile bekannt wurde, hat sich Breivik vor seinen Attentaten nicht nur mit Spielen wie dem Ego-Shooter Modern Warfare 2 zur Unterhaltung befasst. Er nutzte diesen laut eigenen Aussagen sogar explizit, um sich auf seine blutigen Taten vorzubereiten. In seinen im Internet veröffentlichten Texten beschreibt er das Spiel u.a. als gute Alternative, sofern man nicht an echte Waffen heran kommt.
Das klingt wie Wasser auf die Mühlen all jener, die am liebsten heute statt morgen sämtliche gewalttätigen Games verbieten würden. Indes halten sich die Kommentatoren zu dieser Thematik erstaunlicherweise noch zurück – möglicherweise aber nur aus Respekt vor dem Leid der Opfer.
Interessant ist auch, dass der Oslo-Attentäter nach einem Bekunden eigentlich eher zu Games wie Dragon Age Origins, Fallout New Vegas oder Bioshock 2 tendiert hat – Titel, die zwar nicht ohne Gewalt auskommen, aber diese in einen weniger realistischen Zusammenhang setzen. Das bekannte MMORPG World of Warcraft hingegen tauge gut als Ausrede, wenn man mal von der Bildfläche abtauchen will (Stichwort: Spielesucht).
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